BFV Nagoldtal e.V. - Vereinsgewässer


 
Der Bezirksfischereiverein Nagoldtal bewirtschaftet zur Zeit 11 Gewässerstrecken an der Nagold von Ebhausen bis Hirsau mit einer Gesamtlänge von ca. 27 km, außerdem eine Fischwasserstrecke an der Waldach, sowie den vereinseigenen Baggersee in Leimersheim.

Aus fischereibiologischer Sicht sind die Nagoldstrecken des Vereins der unteren Forellen- bzw. der Äschenregion zuzurechnen. Entsprechend dieser Einteilung setzt sich der Fischbestand überwiegend aus Bach- und Regenbogenforellen, sowie aus Äschen zusammen. Als Beifische sind Barbe, Döbel, Aal und in geringerer Anzahl verschiedene Weißfischarten anzutreffen. Aber auch mehrere, für die genannten Gewässerregionen typische Kleinfischarten sind vorhanden, so z.B. Bachneunauge, Mühlkoppe, Schmerle, Elritze und Gründling. Diese Kleinfische spielen zwar aus fischereiwirtschaftlicher Sicht keine Rolle, sind jedoch wichtige Nährtiere für die größeren Fischarten und für die immer häufiger am Gewässer anzutreffenden Eisvögel, die von den Fischern gern gesehen sind. Außerdem ist das Vorhandensein dieser Kleinfischarten ein Beweis dafür, daß sich die Nagold und ihre Nebenbäche heute - nicht zuletzt dank des Engagements der Fischer für die Reinhaltung der Gewässer - wieder in einem einigermaßen intakten Zustand befindet.

In der Vergangenheit ist es dem Verein durch diese Bemühungen gelungen, die Äsche, die in Baden-Württemberg noch immer als gefährdete Fischart eingestuft ist, wieder in der Nagold einzubürgern und die Bachforelle durch entsprechende Besatzmaßnahmen zur dominierenden Fischart zu machen.

Details über die bewirtschafteten Gewässerstrecken können der nachfolgenden Zusammenstellung entnommen werden.

Hinweis: Für die Gewässerstrecken des Vereins sind keine Tageserlaubnisscheine erhältlich.

 

Nagoldstrecken

Gewässerstrecke Länge Streckenbeschreibung Fischarten
Ebhausen 2,7 km Von der Gemeindegrenze Ebhausen/Monhardt bis unterhalb des Ortsendes von Ebhausen bei der Firma Schickhardt. 2 Wehranlagen im Ortsbereich. Im oberen Bereich naturnah, im Ortsbereich verbaut. . Bachforelle, Regenbogenforelle

Kleinfische:
Bachneunauge, Mühlkoppe
Rohrdorf 2,5 km Vom Sportplatz unterhalb der Gemeinde Rohrdorf bis unterhalb des Stegs zum Freibad der Stadt Nagold. Eine Wehranlage am Ortseingang von Nagold. Im oberen Teil naturnah, im unteren Teil verbaut. Bachforelle, Regenbogenforelle

Kleinfische:
Bachneunauge, Mühlkoppe
Wohlbold/
Waldach
1,2 km Nagold im Stadtgebiet Nagold vom Haus Fellmeth bis zum Sportheim des VfL Nagold (Länge ca. 500 m), verbaut.

Waldach von der sogenannten Schützenwiese bis zur Mündung in die Nagold (Länge ca. 750 m), verbaut.
häufig:
Bachforelle, Regenbogenforelle

vereinzelt
:
Aal, Rotauge, Rotfeder, Döbel

Kleinfische:
Elritze, Gründling
Nagold 3,1 km Vom Sportheim des VfL Nagold bis ca. 1 km unterhalb der Mindersbacher Brücke. Eine Wehranlage am Ortsausgang von Nagold. Im Stadtgebiet verbaut, außerhalb naturnah. häufig:
Bachforelle, Regenbogenforelle

vereinzelt
:
Aal, Barbe, Rotfeder, Döbel

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling
Wildberg I 3,8 km Von unterhalb des Bettenberg-Wehrs bis zur Mündung des Welzgrabens bei der Firma Rempp am Ortseingang von Wildberg. Ca. 1,5 km Restwasserstrecke ("Altwasser") unterhalb des Wehrs. Gesamte Strecke naturnah. häufig:
Bachforelle

vereinzelt
:
Regenbogenforelle, Äsche, Aal, Barbe, Rotfeder, Döbel

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling
Wildberg II 3,2 km Zwei Streckenabschnitte:

Von der Mündung des Welzgrabens bei der Firma Rempp am Ortseingang von Wildberg bis ca. 200 m oberhalb des Wehrs bei der Firma Wöhrle am Ortsausgang von Wildberg. Eine Wehranlage am Ortseingang von Wildberg.  Im Stadtgebiet Wildberg teilverbaut, ober- und unterhalb verbaut.

Von unterhalb der Mündung des Agenbachs bis zur Flussbiegung oberhalb der Eisenbahnbrücke. Naturnah bis teilverbaut.
häufig:
Bachforelle

verbreitet:
Regenbogenforelle, Äsche, Aal, Döbel

vereinzelt
:
Barbe, Rotfeder, Rotauge

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling
Kentheim 3,8 km Vom Waldecker Hof bis zur ehemaligen Baumwollspinnerei in Kentheim. Eine Wehranlage in Kentheim, eine ca. 1,4 km lange Ausleitungsstrecke im oberen Teil. Strecke, teilverbaut. häufig:
Bachforelle

verbreitet:
Regenbogenforelle, Aal, Döbel

vereinzelt
:
Äsche, Barbe, Rotfeder, Rotauge

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling
Tanneneck 1,4 km Von der ehemaligen Baumwollspinnerei in Kentheim bis zum Wehr beim Tanneneck. Eine Wehranlage am Streckenende. Strecke teilverbaut. häufig:
Bachforelle, Regenbogenforelle

verbreitet:
Aal, Döbel

vereinzelt
:
Äsche, Barbe, Rotfeder, Rotauge

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling
Calw I 2,7 km Vom Wehr beim Tanneneck bis zur Unteren Brücke in Calw. Zwei Wehranlagen im Stadtgebiet Calw. Im oberen Streckenteil teilverbaut, im Stadtgebiet Calw verbaut. häufig:
Bachforelle, Regenbogenforelle

verbreitet:
Aal, Döbel

vereinzelt
:
Äsche, Barbe, Rotfeder, Rotauge

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling
Calw II 1,2 km Von der Unteren Brücke in Calw bis zur Einmündung des Schinderbachs bei der Markungsgrenze Calw / Hirsau. Eine Wehranlage am Ortsausgang von Calw. Im Stadtgebiet Calw verbaut, im unteren Streckenteil naturnah. häufig:
Bachforelle, Regenbogenforelle

verbreitet:
Aal, Äsche, Döbel

vereinzelt
:
Barbe, Rotfeder, Rotauge

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling
Hirsau 2,6 km Von der Einmündung des Schinderbachs bei der Markungsgrenze Calw / Hirsau bis unterhalb der Kläranlage Hirsau. Eine Wehranlage im Stadtgebiet. Im oberen Streckenteil naturnah, im Stadtgebiet Hirsau verbaut. häufig:
Bachforelle

verbreitet:
Aal, Äsche, Döbel, Regenbogenforelle

vereinzelt
:
Barbe, Rotfeder, Rotauge

Kleinfische:
Elritze, Schmerle, Gründling

Gewässergüte der Nagold

Der Gütezustand der Nagold in den vom Verein bewirtschafteten Gewässerstrecken ist auf Grundlage der biologisch-ökologischen Beurteilungskriterien überwiegend der Gewässergüteklasse II (mäßig belastet) zuzuordnen. Im Bereich zwischen Kohlerstal und Hirsau ist eine leichte Verschlechterung der Wasserqualität festzustellen, die für diesen Streckenabschnitt eine Einordnung der Nagold in die Güteklasse II - III (kritisch belastet) zur Folge hat. Ursache hierfür ist die Ausleitung fast der gesamten Nagoldwassermenge beim Stauwehr in Talmühle oberhalb von Kohlerstal in Verbindung mit der Einleitung nicht ausreichend geklärten Abwassers in die flußab gelegene Restwasserstrecke bei Kohlerstal, sowie Abwassereinleitungen unterhalb der Rückführung des ausgeleiteten Wassers bei Kentheim. Diese Verschlechterung der Gewässergüte ist ein anschauliches Beispiel für die Auswirkung von Querverbauungen und Ausleitungsstrecken, die nicht nur einen negativen Einfluß auf die Durchgängigkeit der Fließgewässer ausüben, sondern auch zu nachhaltig ungünstigen Folgen hinsichtlich der Wasserqualität führen können. Erst ca. 6 km flußabwärts ist bei Hirsau durch die Selbstreinigungskraft des Gewässers wieder die ursprüngliche Gewässergüteklasse II erreicht.

Gütezustand der Nagold (Stand: 1998) Gewässergüteklassen

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Letzte Aktualisierung: 8. Januar 2007